Derbypunkte bleiben bei der HG Oftersheim/Schwetzingen

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Derbypunkte bleiben bei der HG Oftersheim/Schwetzingen

Badenliga Frauen: HG Oftersheim/Schwetzingen – TV Brühl 28:25 (14:13)

Das erstmals ausgetragene Derby zwischen der HG Oftersheim/Schwetzingen und dem TV Brühl war mit Spannung erwartet worden und zumindest in diesem Punkt wurden die zahlreichen Zuschuaer auch nicht enttäuscht. Am Ende hatten die Gastgeberinnen knapp mit 28:25 die Nase vorn und dürfen sich über Platz vier , sowie über ein positives Punktekonto freuen. Die Gäste wollten den Aufwärtstrend der letzten Spiele nutzen und auch in Oftersheim punkten. Jedem war allerdings klar, daß das alles andere als eine leichte Aufgabe werden würde. Diese Vorahnungen sollten sich während der kampfbetonten, aber stets fairen, ja freundschaftlichen 60 Minuten bestätigen. Die Ausgangsvoraussetzungen lagen klar auf dem Tisch. Die spielstarke HG kommt meist aus dem drei-Personen- Rückraum zu Toren, während beim TVB mangels derzeitiger Alternativen die benötigten Treffer aus anderweitigen Situationen zu erzielen sind.

Von Beginn an entwickelte sich ein von beiden Seiten schnelles Spiel mit vielen Chancen, wobei es allerdings zu erwähnen gilt, daß den Gästen viele, eigentlich zu viele, technische Fehler unterliefen, die den Spielfluß lähmten. Bei der HG klappte zwar auch nicht alles, aber auf ihren Rückraum war Verlaß. Für die Brühler Deckung war es gewiß kein einfaches Spiel, die Balance zwischen Rausrücken und am Kreis verteidigen war schwierig. Saskia Zachert blieb es vorbehalten, die sich bietenden Räume effektiv auszunutzen. Die Gäste ließen sich trotz fast greifbarer Nervosität nicht beirren und kamen durch konsequentes Kombinationsspiel und den gesuchten 1:1 Situationen zu den gewünschten Abschlüssen. Auf der Anzeigentafel schlug sich das in ständig wechselnden Führungen nieder (1:1, 5:5, 7:7, 10:10 und 13:13). Zur Pause führte Oftersheim/Schwetzingen knapp mit 14:13 und niemand auf den Rängen  hätte Wetten auf den späteren Sieger mit Bestimmtheit abgeben wollen.

Die zweite Hälfte setzte sich zunächst so fort, wie die erste aufgehört hatte. Allerdings griffen dann die jungen Unparteiischen entscheidend in die Partie ein. Selbst bei geringstmöglichen Verstößen, soweit davon überhaupt gesprochen werden kann, schickten sie Spielerinnen mit Zeitstrafen auf die Bank. Innerhalb von nicht einmal fünf Minuten gleich fünfmal gegen die Gäste, die teilweise nur noch mit drei Feldspielerinnen agieren mußten. Diese Strafzeitenorgie nutzte die HG zur komfortablen 21:16 Führung. Dieser Rückstand war vom TV Brühl nicht mehr wettzumachen, zumal sie die Offensivmaschinerie der Gastgeberinnen weiter nie ganz ausschalten in der Lage waren. Weniger als drei Treffer Differenz waren trotz aller Bemühungen nicht darstellbar (21:24, 22:25 und24:27). Das letzte Brühler Tor zum 25:27 in der 60. Minute kam zu spät, zumal der HG noch das 28:25 gelang. Der Sieg  Oftersheim/Schwetzingens war sicher nicht unverdient, ein Geschmäckle aus Brühler Sicht wegen der Ungleichbehandlung durch die Schiedsrichter blieb trotzdem zurück, wofür die Spielerinnen der HG natürlich nichts können.

Brühls Trainer Franz-Josef Höly nach dem Spiel: „Die HG hat ein gut eingespieltes, starkes Team, das wußten wir. Meine Mannschaft hat trotzdem ein gutes Spiel gemacht. Die Abwehr spielte mit Aggressivität und hatte mit dem Rückraum der HG  natürlich auch so seine Probleme. Wir haben auch Fehler gemacht und teilweise auch die Nerven verloren. Die Schiris leiteten alles andere als gut. Die Spielführung und die Verhältnismäßigkeit waren schlicht katastrophal. In den letzten zehn Minuten wollten sie dann wohl alles wieder ausgleichen, das war absurd. Schade für alle Beteiligten.“

TV Brühl: Lauerwald, Zimmermann; Li. Bühn, Röllinghoff (3/1), Gross (3), Henn (4), Pristl (1), Naber (3), P. Lederer (5/2), Tomann, Röschel (6), Le. Bühn.

ako

Von | 2017-11-26T20:18:06+00:00 November 26th, 2017|1. Damen, Spielberichte|
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