Badenliga Frauen: TSV Birkenau 2 – TV Brühl 16:27 (5:14)

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Badenliga Frauen: TSV Birkenau 2 – TV Brühl 16:27 (5:14)

Die Brühler Handballerinnen gingen nach der ersehnten Festtagspause spielerisch verbessert ins neue Jahr. In der wichtigen Begegnung beim TSV Birkenau fehlte außer den verletzten Kerstin Siebenlist und Joceline Tomann auch noch Abwehrspezialistin Lisa Naber, die wegen einer Schulterblessur noch geschont wurde. Dafür stand erstmals nach langer Verletzungspause die junge Denise Göbel mit auf der Platte.  Daß der erhoffte Erfolg am Ende mit 27:16 überdeutlich ausfiel, hatte seine Gründe. Zum einen spielte der TV Brühl über weite Strecken eine mehr als ansehnliche Partie und war dem TSV in allen Belangen um Längen voraus, zum anderen kannte Trainer Franz-Josef Höly anscheinend aus eigener Erfahrung die Stärken und Schwächen der Gastgeberinnen. Er hatte seine Abwehr glänzend auf die zu erwartenden Attacken der Birkenauerinnen eingestellt, die sich kaum einmal erfolgreich in Szene setzten. Die Gästeabwehr stach mit sehr viel Laufarbeit heraus, rückte dabei fast immer frühzeitig aus dem Verbund heraus, um die Angriffsbemühungen des TSV im Keim zu ersticken. Die Folge waren ganze fünf Treffer für Birkenau in der ersten Halbzeit, davon zwei durch Strafwürfe. Im Gegensatz dazu wirbelten die flinken Brühlerinnen die TSV-Abwehr ständig durcheinander. Die eigenen Angriffe wurden erfreulich oft ausgespielt, bis sich Torchancen ergaben. Das zeigt auch ein Blick auf die Statistik. Alle eingesetzten Feldspielerinnen erzielten Tore, aus allen Positionen und die dazu gerne gesuchten 1:1 Situationen waren zielführend.

So fiel die Vorentscheidung schon sehr früh. Birkenau glich anfänglich einmal zum 1:1 aus, dann waren nur noch die Gäste dran. Nach 13 Minuten hier es bereits 9:2 für Brühl, auch eine TSV-Auszeit brachte  keine Wende für die Gastgeberinnen. Aus Birkenauer Sicht hieß es bereits zur Pause ernüchternd 5:14.

Zu Beginn der zweiten Hälfte geriet der Spielfluß der Gäste ins Stocken. Die Konzentration ließ nach und der Birkenauer Anhang träumte kurzfristig sogar vom Kippen der Partie. Verantwortlich waren einige Brühler Ballverluste und Fehlwürfe, dem TVB gelang in den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel nur ein einziger Treffer. Aber für mehr als ein paar Augenblicke des Aufbäumens reichte es auch für den TSV nicht. Das zwischenzeitliche 15:11 verwandelten die Brühlerinnen innerhalb kürzester Zeit in das beruhigende 20:11, was die endgültige Entscheidung bedeutete. In dem Spiel verhängten die Schiedsrichter zwar insgesamt zwölf Zeitstrafen und 17 Siebenmeter, aber unfair war die Begegnung nie. Gegen die demoralisierten Birkenauerinnen taten die Gäste noch etwas für ihr Torverhältnis und schraubten das Ergebnis am Ende auf ein deutliches 27:16.

Trainer Franz-Josef Höly nach dem Spiel: „über 45 Minuten lang haben wir ein gutes Spiel abgeliefert. Daß es bei meiner jungen Truppe, zumal bei hohem Tempo, eine kurze Zeit der fehlenden Konzentration geben wird, war klar. Danach haben wir uns wieder gefangen und natürlich auch völlig verdient gewonnen. Jetzt sind wir wieder ein Stück weiter und fahren mit viel Selbstvertrauen am nächsten Sonntag nach Neureut, wo wir die nächten Punkte holen wollen.“

TV Brühl: Lauerwald, Zimmermann; Li. Bühn (2), Röllinghoff (7/2), Siebenlist (n.e.), Henn (1), Pristl (1), Renkert (2), Gross (2), D. Göbel (1), P. Lederer (4/3), Röschel (2), S. Schneider (2), Le. Bühn (3).

ako

Von | 2018-01-14T17:56:59+00:00 Januar 14th, 2018|1. Damen, Spielberichte|