Badenliga Frauen: TV Brühl – TG Neureut 28:17 (14:7)

Nach der 17:28 Niederlage beim TV Brühl geht bei der TG Neureut unverändert die Abstiegsangst um. Die Gäste waren den seit Wochen gut aufgelegten Gastgeberinnen in allen Belangen unterlegen, wobei das Endergebnis die Kräfteverhältnisse richtig widerspiegelt.  Einzig TG-Torfrau Michelle Kasperlik, sowie der allzu sorglose Umgang der Brühlerinnen mit ihren-Torchancen, hatte es Neureut zu verdanken, daß die Schere der Tordifferenz nicht noch weiter auseinander klaffte.

Trainer Franz-Josef Höly hatte seinen Mädels erneut eine offensiv eingestellte Abwehrformation mit auf den Weg gegeben. 5:1 oder 4:2 deckend hatte die lauffreudige Brühler Deckung die Gäste vor fast unlösbare Probleme gestellt. Neureut mühte sich während der gesamten 60 Minuten, Antworten darauf zu finden, aber die gab es kaum einmal. Würfe aus dem Rückraum ließ der TVB fast ebenso wenig zu, wie das Ausspielen der Gästeangriffe, die meist schon im Ansatz unterbrochen wurden. Das Ergebnis des kollektiv starken Defensivverhaltens waren ganze sieben Gegentreffer in der ersten Halbzeit. Das war natürlich viel zu wenig, um den spielstarken Gastgeberinnen ernsthaft Paroli zu bieten. Die agierten im Angriff gewohnt schnell und zielstrebig. Auf die 6:0-Gästeabwehr wurde permanent Druck ausgeübt, der sich in vielen Einschußmöglichkeiten entlud. Dazu suchten und nutzten die Brühlerinnen immer wieder die 1:1 Situationen, die zu oft nur strafwurfwürdig zu unterbinden waren. Nach zwölf Minuten lag der TVB bereits mit 7:2 in Front, keine zehn Minuten später hieß es 12:4, womit die Entscheidung in der fairen Partie schon längst gefallen war. Lediglich in der letzten Phase der ersten Hälfte vergaßen die Höly-Schützlinge ein wenig das Toreschießen, so daß der Pausenstand von 14:7 den Gästen eher noch schmeichelte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Brühlerinnen zunächst weiter Tempo (18:10 und 23:11), bevor sie es angesichts der klaren Führung ruhiger angehen ließen. Die nie aufsteckende TG nutzte die neu entstandenen Freiheiten zu Ergebniskorrekturen, die das Gesamtergebnis (28:17) allerdings nur unwesentlich veränderten. Beim TV Brühl verdienten sich aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung heraus Maike Renkert, Maren Röllinghoff, Vanessa Henn und Sophia Schneider Bestnoten. In der blendenden Verfassung der Gastgeberinnen der letzten Wochen wird es am nächsten Sonntag auch Spitzenreiter Nußloch gewiß nicht einfach haben, in Brühl die Punkte zu holen.

Trainer Franz-Josef Höly nach dem Spiel: „ich bin mit dem Spiel meiner Mannschaft eigentlich ganz zufrieden. Wir haben hoch verdient gewonnen, hätten dabei aber mindestens noch zehn Tore mehr schießen müssen, weil wir zu viel liegen gelassen haben. Neureut haben wir kaum Räume gelassen und sie oft ins Zeitspiel gezwungen. Jetzt haben wir trotz des Punktabzugs erstmals ein ausgeglichenes Punktekonto und können vielleicht auch Nußloch Kopfzerbrechen bereiten.“

TV Brühl: Lauerwald, Zimmermann; A. Lederer, Li. Bühn (1), Röllinghoff (5), Siebenlist (3), Henn (4), Pristl (1), Renkert (1), P. Lederer (10/7), D. Göbel (1), S. Schneider (1), Le. Bühn (1).

ako