Badenliga Frauen: TV Brühl – TSG Wiesloch 31:22 (19:13)

Mit dem verdienten 31:22 Erfolg gegen die TSG Wiesloch machte der TV Brühl für den Spitzenreiter aus Nußloch die Tür zur Baden-Württemberg Liga sperrangelweit auf. Bei noch drei ausstehenden Spielen, zumal mit einem überschaubaren Restprogramm, dürfte der SGN der Titel kaum noch zu nehmen sein, während der Tabellenzweite Wiesloch die weitere Entwicklung um die Aufstiegsmodalitäten noch abwarten muß. Mit dem deutlichen Sieg nach einer spielerisch, wie kämpferisch, mehr als überzeugenden Leistung ließen die Brühlerinnen die beiden letzten Katastrophenspiele in Rot und Heddesheim wie selbstverständlich vergessen.

Beim TVB traten bis auf die Dauerverletzten die schmerzlich vermißten Anja Gross, Paula Lederer, Maren Röllinghoff und Denise Göbel wieder mit an. Das gab nicht nur der Spielentwicklung und Handlungsschnelligkeit völlig neue Impulse, wie Franz-Josef Höly vor der Partie erklärte. Und seine Mädels setzten das von Beginn an zu hundert Prozent um. In die gleiche Kerbe schlugen auch die spielstarken Gäste, deshalb entwickelte sich ein Spiel auf hohem Niveau mit sehr viel Tempo. Den Unterscheid machten die Abwehrreihen und der unbedingte Siegeswille. Wiesloch bekam weder die quirligen Brühler Spitzen, noch den Rückraum so richtig in den Griff. Auch der Wechsel der Formation von 5:1 in 6:0 half nichts. Die Gastgeberinnen deckten wieder offensiv mit großem Laufpensum und bekamen, je länger das Spiel dauerte, den Wieslocher Angriff immer besser unter Kontrolle. Ganz auszuschalten war der natürlich nie, aber die lediglich 22 erhaltenen Treffer sagen einiges über die Kräfteverhältnisse des fairen Spieles mit guten Schiedsrichtern aus.

Brühl lag über 60 Minuten stets in Front. Der TVB begann fulminant, legte ein 5:2 und 7:3, bevor die Gäste nach zwölf Minuten letztmals nahe kamen (8:7). Danach ngenügten vier außergewöhliche Minuten, um daraus ein 12:7 zu machen. Vorausgegangen waren jeweils tolle Kombinationen mit effizienten Abschlüssen. Bis zur Pause war der Vorsprung beim 19:13 auf sechs Treffer angewachsen.

Die ersten zwanzig Minuten von Hälfte zwei war gekennzeichnet vom Bemühen der TSG, das Spiel zu drehen. Sie versuchten alles, auf mehr als drei Tore (18:21, 20.23 und 21:24) kamen sie nicht heran, weil die Brühlerinnen die richtigen Antworten parat hatten. Entweder in schnell vorbereiteten Einzelaktionen, durch geschickte Kreisanspiele oder knochentrockene Weitschüsse. Die letzten 20 Minuten waren eine eindeutige Angelegenheit für die Gastgeberinnen. Während die weiter am Torverhältnis arbeiteten, gelang Wiesloch nur noch ein einziger Treffer, mehr ließ Sandra Lauerwald im Brühler Kasten einfach nicht mehr zu. Die letzten Angriffe gerieten zum Schaulaufen und machten Hoffnung auf ein ähnlich gutes Spiel am Sonntag gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen. Auch da ist übrigens noch eine Rechnung offen.

Franz-Josef Höly war mit dem Spiel seiner Mannschaft sehr zufrieden uns stellte: „einen verdienten Sieg seines Teams fest, das heute mit einer prima Leistung wieder in die Erfolgsspur zurück gefunden hat.“

TV Brühl: Lauerwald, Zimmermann; Li. Bühn (1), Röllinghoff (4), Gross (4), Siebenlist (2), Henn (4), Pristl (1), Renkert (4), P. Lederer (9/7), D. Göbel, S. Schneider (2), Le. Bühn.

ako