Jahreshauptversammlung der Handballabteilung

Normalerweise ist die Jahreshauptversammlung eine informative Veranstaltung, die die Mitglieder mit allem versorgt, was der Abteilung im abgelaufenen Jahr so alles widerfahren war und die Mandatsträger im Einzelnen zur Umtriebigkeit veranlaßt hatte.

Schon im Vorfeld hatte sich allerdings längst herum gesprochen, daß die JHV 2020 gänzlich andere Prioritäten auf dem Plan trägt. Das zeigte sich bereits an der Anzahl derer, die gespannt und wißbegierig auf das warteten, was da kommen sollte. Fast 100 Mitglieder, so viel wie noch nie, ließen den großen Sitzungssaal des TV-Clubhauses fast an seine Kapazitätsgrenzen gelangen, hastig mußten noch weitere Stuhlreihen angebracht werden.

Überwältigt von der riesigen Teilnahme, begrüßte Abteilungsleiterin Martina Lederer die Anwesenden im Auditorium. Was war geschehen? Nun, die Eingeweihten wußten natürlich, daß gleich mehrere Schlüsselpositionen neu besetzt werden mußten. An erster Stelle die der Abteilungsleitung, Leiter/in samt Stellvertreter/in, da Martina Lederer nach sieben Jahren aufopferungsvoller Arbeit das Zepter an die nächste Generation weiter geben möchte und Stellvertreter Daniel Klauser aus familiären Gründen aus dem Amt scheidet. Daneben galt es, eine/n Hauptverantwortlichen für das Kassenwesen zu finden, da der langjährige Verwalter des Mammons, Joachim Noske, sich aus gesundheitlichen Gründen seinen Aufgaben in Zukunft nicht mehr so widmen kann, wie es nötig wäre. Darüber hinaus sind die Positionen des Herrenwarts, Philipp Noske steht wegen geographischem Standortwechsels leider nicht mehr in der Verantwortung, der Jugendleitung, hier ist es Lisa Bühn aus beruflichen Gründen nicht mehr möglich, die gesamte Bandbreite abzudecken und abschließend gilt es, die vakante Stelle des Webmasters neu zu besetzten.

Bevor die spektakulären Neuwahlen anstanden war es an Martina Lederer, den Bericht der Abteilungsleitung abzugeben. Auch der fiel komplett anders aus, als gewohnt. Nach dem Gedenken an die in 2019 verstorbenen Mitglieder Bruno Gaa und Walter Stohner, wurde es emotional. Lederer hob die vielen positiven Aspekte des Vereins hervor, für die es sich lohnte da zu sein und dafür einzustehen. Nach einer Anhäufung der Dinge, die die Abteilung ausmachen und an der die Verantwortlichen tagtäglich arbeiten, um die Handballabteilung „am Laufen“ zu halten, bedankte sie sich bei all denen, die da am Werken sind und waren.

Im Anschluß gingen die Berichte der Damenwartin, des Herrenwarts und der Jugendwartin leider fast unter, bevor in Vertretung Joachim Noskes, Thomas Gaisbauer das Zahlenwerk anschaulich erläuterte und selbstredend den Bericht der Kassenprüfer vortrug. Problemlos, weil eistimmig, wurden Kassier und Abteilungsleitung entlastet.

Bevor die Wahlvorgänge alle in ihren Bann schlugen, malte Martina Lederer das Szenario an die Wand, was passieren würde, wenn sich niemand als Abteilungsleiter/in 1 und 2 finden ließe, was im Vorfeld trotz größter Bemühungen nicht gelungen war. Was viele nicht wußten; gelänge dies nicht, würde die Handballabteilung vom Hauptverein geleitet und nach einem Jahr abgewickelt. Handball in Brühl würde es dann nicht mehr geben. Unvorstellbar, lähmendes Entsetzen und hektische Betriebsamkeit folgten. Dann nach einer zehnminütigen Denkpause und einfühlsamen Wortmeldungen folgten tatsächlich Wahlvorschläge, danach einige Diskussionen und Telefonate. Am Ende stieg weißer Rauch auf. Und siehe da, es waren wieder einmal die Frauen beim TVB, die die Sache in ihre Hände nahmen und sich den neuen Aufgaben stellten. Lisa Naber wurde, ebenso einstimmig als neue Abteilungsleiterin gewählt, wie Anja Gross als ihre Stellvertreterin. Die Kasse obliegt ab sofort Franziska Pristl. Überragend, noch mehr Frauenpower geht nicht. Die Beschickung der restlichen Positionen ging dann rasend schnell. Nico Schäfer ist der neue Jugendleiter, Tobias Kinkel-Daum ab sofort Herrenwart und Lisa Bühn die Webmasterin.

Danach gab es nur noch Applaus, Jubel und Erleichterung. Wen wundert`s. Alles ist in trockenen Tüchern und die Mädels werden es schon machen, ganz bestimmt.

ako

v.l. Franziska Pristl, Lisa Bühn, Nico Schäfer, Lisa Naber, Anja Gross und Tobias Kinkel-Daum.