Badenliga Frauen Gruppe A: SG Heddesheim – TV Brühl 17:21 (8:11)

Gleich im ersten Auswärtsspiel setzten die Brühlerinnen ein Ausrufezeichen. Sie gewannen die Partie bei der SG Heddesheim verdient mit 21:17. Das nackte Ergebnis zeigt bereits, weshalb die Gäste das Spiel gewannen; mit einer tadellosen Abwehrarbeit.

Schon vor Spielbeginn gab es die erste Neuerung bei der SG, das Harzverbot gehörte der Vergangenheit an. Danach traten beide Teams in stärkster Besetzung an, beim TVB fehlte lediglich Anja Gross. Im Gegensatz zu den Vorjahren trat Heddesheim mit einer jungen Truppe an, die wie immer 6:0 deckend, schnell nach vorne spielte und auch Druck auf die Gästeabwehr ausübte. Es dauerte eine Viertelstunde (5:5), bis sich die Brühler Deckung darauf eingestellt hatte. Trainerin Kerstin Siebenlist hatte die entsprechenden Lösungen parat: Aggressivität, schnelle Beine und frühzeitiges Herausrücken, um den Gastgeberinnen den Angriffsschwung zu nehmen. Das funktionierte auch recht gut, zumal auch der kämpferische Aspekt nicht zu kurz kam.

Im Brühler Angriff lief es zunächst nur bedingt effektiv. Einige Angriffe wurden vorschnell abgeschlossen oder durch ungenaue Pässe ihrer Wirkung beraubt. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit einer fairen Partie klappten die Positionsangriffe besser. Die Außen wurden nun besser in das Spiel eingebunden und erzielten selbst wichtige Treffer. Dazu gesellte sich ein Mittelbblock, der sich immer wieder in erfolgversprechende 1:1 Situationen manövrierte. All dies führte zur 11:8 Pausenführung.

Brühl war in Bezug auf Hälfte zwei gewarnt. Schon oft lag der TVB bei der SG vorne und verlor noch und auch jetzt lag klar auf der Hand, daß Heddesheim alles auf eine Karte setzen würde. Da hilft nur dagegenhalten. Das taten die Brühlerinnen auch. Allerdings gelangen die eigenen befreienden Treffer nicht, so daß beim Stand von 14:14 die Partie zu kippen drohte. Aber drei Treffer in Folge durch Anja Kemptner, Vanessa Henn und Maike Renkert zur 17:14 Führung beruhigte aufkommende Nervosität. Auch Torhüterin Ann-Kathrin Göbel gab mit ihren Paraden dem Team weitere Sicherheit. Brühl ließ jetzt nichts mehr anbrennen, selbst als Heddesheim Sonderbewacherinnen gegen Joceline Tomann oder Maike Renkert abstellten. Das Mehr an Raum kam den Gästen wie gerufen. Sie erspielten sich mehrere freie Würfe, ein weiterer Pluspunkt für die Gäste. Heddesheim steckte zwar nie auf, aber die SG biß sich an der aufopferungsvoll kämpfenden 5:1 Deckung die Zähne aus, jeder zweite Angriff endete im Zeitspiel. Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr und war beim 21:17 Erfolg völlig verdient.

Das sah auch Kerstin Siebenlist so: „heute hat die Abwehr so gespielt, wie ich mir das vorstelle. Lediglich 17 Gegentore sprechen für sich. Im Angriff haben wir noch Luft nach oben, da müssen wir noch sauberer und klarer spielen. Wir gewinnen hier nicht oft, umso verdienter war der Sieg heute.“

TV Brühl: Göbel, Zimmermann; Li. Bühn, Henn (3), Pristl (1), Renkert (4/1), Naber (1), Kemptner (1), Maaß, Tomann, Röschel (7/3), Schneider (1), Edelmann (3).

ako