Unentschieden beseitigt letzte Zweifel

Mannschaft: 
Damen 1

Badenliga Damen: TV Brühl – TSV Germania Malsch 21:21 (8:11)                                                                          

In dem für beide Seiten wichtigen Spiel trennten sich der TV Brühl vom TSV Germania Malsch mit 21:21. Das gerechte Endergebnis nützte in erster Linie den Gastgeberinnen, die jetzt die drei restlichen Begegnungen, mit Blick auf die Tabelle, völlig unbehelligt bestreiten werden. Bei den Gästen ist die Ausgangslage nach dem gewonnenen Punkt weiter kritisch. Sie haben sich dadurch auf Rang elf vorgearbeitet, haben aber gegen den direkten Konkurrenten aus Neureut den Nachteil, nur noch zwei Partien auszutragen, während die TG noch dreimal antreten. Ob da der derzeit eine Punkt Vorsprung ausreicht, wagt derzeit wohl noch niemand vorauszusagen.

Ein Blick auf die Mannschaftsliste genügte, um auf Brühler Seite eine gewisse Entspannung  auszumachen. Da standen neben Maren Röllinghoff auch ihre B-Jugend Kameradinnen Laura Friedrich und auch erstmals Paula Lederer mit auf dem Papier, außerdem Julia van de Kamp aus der eigenen A-Jugend.

Beide Teams begannen jeweils 5:1 deckend, wobei Brühl den besseren Start hinlegte, denn nach nicht einmal drei Minuten führten die Gastgeberinnen mit 3:0. Deren Deckung vereitelte durch enorme Laufarbeit und großen Einsatz zunächst gegnerische Einschläge. Das wiederum veranlaßte den Gast, bereits nach sieben Minuten eine erste Auszeit zu nehmen. Im Gegensatz zum TVB spielte Malsch seine Angriffe stets zu Ende, oft unter gütiger Hilfe der Unparteiischen, die die Zeitspielregel sehr großzügig auslegten. Nach genau zehn Minuten erzielten die Gäste ihren ersten Treffer, Brühl hatte da schon gefühlt viel zu lange nicht mehr getroffen. Die Nervosität war greifbar, der Vorsprung beim 4:4 dahin. Gefahr drohte den Gästen fast nur nach 1:1 Situationen. Der TSV, praktisch ohne wirksamen Rückraum, hatte in dem Geduldsspiel die besseren Argumente. Sie kombinierten bis sich eine Torchance ergab, Treffer fielen vom Kreis und von den Außen. Zum Entsetzen der Brühler Anhängerschar zog Malsch nach dem 5:5 auf drei Tore davon (9:6 und 10:7). In der restlichen Spielzeit von Hälfte eins mehrten sich technische Fehler und Ballverluste bei den Gastgeberinnen, die sich bei der Pausensirene einem 8:11 Rückstand gegenüber sahen. Die fehlenden Abschlußqualitäten waren der Hauptgrund für den alarmierenden Halbzeitstand.

Auch in der ersten Viertelstunde von Hälfte zwei war keine Besserung in Sicht. Im Gegenteil, Malsch nutzte seine Chancen besser und lag schon fünf Tore in Front (14:9, 15:10, 16:11 und 17:12). War das bereits die Vorentscheidung? Die Brühler Mannschaft beantwortete dies mit einem klaren Nein. Jetzt begann der große Kampf mit bedingungslosem Einsatz. Brühl holte Tor um Tor auf, glich zum 18:18 aus und ging sogar mit 19:18 in Führung (53. Minute). Das Spiel stand von da an bis zum Schlußpfiff auf des Messers Schneide, denn die Gäste gaben auch alles (19:1 und 20:20). Nach dem 21:20 durch Julia Werle sahen die Brühlerinnen schon wie die Sieger aus, aber 40 Sekunden vor Schluß glichen die Gäste abermals aus. Spannung und Dramatik pur, den letzten Wurf hatte der TVB, der jedoch haarscharf sein Ziel verfehlte. Das hart umkämpfte, aber jederzeit faire Spiel, strapazierte die Nerven aller Beteiligten, eine Niederlage hätte keines der beiden Mannschaften verdient gehabt.

Trainer Fred Klaszus:“ Malsch war schwer zu bespielen, das wußten wir schon vorher. Wir haben zwar nicht sonderlich gut gespielt, aber hervorragend gekämpft. Wir lagen fünf Tore hinten und haben uns wieder heran gekämpft. Deshalb haben wir den einen Punkt verdient, obwohl wir gerne zwei geholt hätten.“

TV Brühl: Lauerwald, Zimmermann; Werle (8), Röllinghoff (3/2), Gross (2), Friedrich (1), Henn, Handrick (1), P. Lederer (3), Kemptner (1), van de Kamp, Röschel (2), Le. Bühn.                                                                 

ako